Die Causa Tobias N. und die Entpolitisierung von Neonazi-Symbolen
Vor dem Oberlandesgericht Dresden läuft ein großes Strafverfahren gegen Antifaschist_innen. Teil der Anklage ist auch ein Angriff auf Tobias N., der in Leipzig-Connewitz Kanalarbeiten durchführte. Eine mediale Einordnung des politischen Hintergrunds von Tobias N. bisher weitgehend ausgeblieben.
„Sächsische Separatisten“ vor Gericht
Seit Januar 2026 stehen acht Neonazis in Dresden vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen Mitglieder und, jedenfalls einige, auch Gründer einer terroristischen Vereinigung gewesen zu sein. Der Text gibt einen Überblick zu den einzelnen Angeklagten und ihren politischen Hintergründen sowie zum Verlauf und Stand des Verfahrens.
Erwartungshaltung der (militanten) Neonazis
Wird die große Erwartungshaltung an die AfD– massenhaften Abschiebungen, die Schließung kritischer NGOs, die aktive Bekämpfung politischer Feinde – nicht erfüllt, könnten Neonazis, Rassisten und ihre Sympathisanten das Recht in die eigenen Hände nehmen und Menschen Gewalt antun.
Neonazi-Background in der AfD Sachsen-Anhalt
Keineswegs handelt es sich bei den früheren neonazistischen Aktivitäten einiger AfD-Kandidaten in der Altmark um Einzelfälle. Dem AfD- Kreisverband ist es gelungen, Teile der (früheren) Neonazi-Szene in die Partei zu integrieren.
Fussballtore und Baseballschläger
Aus der Fanszene des "VfL Halle 96" gab es Hinweise an die Vereinsführung zum (extrem) rechten Hintergrund des neuen Torhüters Franz Lohse. / In Stendal verfolgte ein AfD-Politiker Jugendliche mit seinem Baseballschläger.
Dilletantische Komplotte
Immer wieder versuchen AfDlerInnen sich als Opfer linker Angriffe zu gerieren.
Propaganda und Provokation
Rechte Medienaktivist*innen sind Personen, deren Hauptaktivität darin besteht, ihre politische Agenda über Medien zu verbreiten. Dahinter steckt auch das Kalkül, »spektakuläre« Bilder zu erzeugen, um die eigenen Kanäle zu pushen und damit Geld zu verdienen.
Noch unfähig zur Machtübernahme
Die AfD-Wahlergebnisse in Mecklenburg Vorpommern sind ein deutlicher Indikator für eine (extrem) rechte Verankerung, die länger besteht als die Partei.
Familie Nothdurft, die AfD und die extreme Rechte in Sachsen-Anhalt
Teile der „Alternative für Deutschland“ (AfD) sind mit dem neonazistischen Milieu verwoben. Auch in Sachsen-Anhalt ist der Schulterschluss der extremen Rechten in einigen Regionen längst vollzogen.
Faschismus ante portas
Für hunderttausende Menschen in Sachsen-Anhalt ist das AfD-Wahlergebnis eine echte Katastrophe. Für viele ist die Situation schlichtweg existenziell, für Geflüchtete, Migrant*innen, Frauen, Jüdinnen*Juden, queere Menschen, Menschen mit Behinderung, Antifaschist*innen aller Couleur, Linke, Demokrat*innen im Allgemeinen, für all jene, die es in den letzten Jahren gewagt haben, eine AfD-kritische Position zu äußern.
Braun-Blaues Testgelände
Sollte die AfD in Sachsen-Anhalt die Regierung übernehmen, regiert zum ersten Mal seit 1945 eine extrem rechte Partei in Deutschland. Das ist ein tiefer politischer Einschnitt in der Geschichte der Bundesrepublik.
Sachsen-Anhalt ist braun-blau
Das Desaster bei der Landtagswahl ist niederschmetternd, kommt aber nicht überraschend.
Antifa-Anknüpfungstatsachen siegen vor Gericht
Um die Durchsetzung eines Unterlassungsanspruchs bezogen auf die Textpassage „Till Weckmüller, ebenfalls bekannt als langjähriger Aktivist von „Der III. Weg“ und heute Mitarbeiter in der Kanzlei des Freiburger Rechtsanwalts Dubravko Mandic, betreute in Halle den Stand der Kanzlei mit“ aus einem Antifa-Infoblatt-Artikel bemühte sich die dort genannte Kanzlei.
Von Neonazis, Biker-Ehre und Verrat
Frankreich: In einer Bikerfehde wird ein Neonaziführer beschuldigt zu „snitchen“.
Rechtes Mordor in der Wiener Hofburg
Im Februar 2026 veranstaltete die Wiener FPÖ ihren „Akademikerball“ in der Wiener Hofburg. Der Ball mit Walzerkulisse bediente offenbar ein Netzwerk vom Burschenschaftsmilieu bis zum verurteilten Geiselnehmer.
Schweigen und Häme
Queerfeindlichkeit nach dem Anschlag auf den Berliner CSD.
Für Aufklärung müssen wir selber sorgen
Das Urteil im 2. NSU-Prozess und die antifaschistische Praxis während des Prozesses.
Ein Leben im Handgemenge
Am 17. Juni 2026 starb Bianca Klose, Gründerin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus. Nachruf auf eine Antifaschistin, Weggefährtin, Freundin.
Zusammen stehen – Geschichte(n) schreiben
Seit etwa 10 Jahren hat sich angedeutet, was mit dem Wahlsieg der extremen Rechten in Sachsen-Anhalt zur albtraumhaften Realität wird. Und auch wenn die Wahlergebnisse schockierend sind und bleiben, stehen dem gegenüber Vernetzung und Bündnisse, die tragen.
Mormonen unterm Hakenkreuz
Zwischen Mittäterschaft, Anbiederung und mutigem Widerstand – die Glaubensgemeinschaft der Mormonen im deutschen Faschismus.
Antifascist Architecture
Auch für Aktivist_innen und Wissenschaftler_innen: Was antifaschistisches Bauen bedeutet.
Spurensuche in Jena
Fall Maja: Das Solidaritätscomic „Im Nest der Schlangen“.
Antifa-Terrorismus-Verfahren in den USA endet mit hohen Haftstrafen
Interview zum „Prairieland-Komplex“.
Der lange Weg von Budapest nach Paris
Gino, Zaid und dreieinhalb Jahre europäische Repression.
Solidarität und Gegenangriff
Zur Einstufung von Autistici/Inventati als „Globale Terroristen“.
Ceuta: Europas umkämpfte Grenze
Marokko wird von Spanien seit Jahrzehnten für die Bewachung der Grenzanlagen bezahlt – hatte die Bewachung aber in der Vergangenheit schon mehrfach vorübergehend eingestellt, um Druck auf Spanien aufzubauen.
GEAS – Abschiebung im Schnellverfahren
Ende September lud Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) 17 weitere EU-Innenminister sowie den EU-Kommissar für Migration, Magnus Brunner, zum „Munich Migration Meeting“. Ziel sei es, was sonst, die „europäischen Außengrenzen besser zu schützen“, so Dobrindt.
Autoritärer Umbau in Sachsen-Anhalt mit Ansage
Die Relevanz der Asylpolitik und ihre Bedeutung für die Bundespolitik.
