Fußball Graffiti Endlich ist das FG-Buch da - das große Buch zum Thema Fußballgraffiti!
von Stefan Langer

ISBN: 978-3-00-064389-7
Seiten: 656
Ausstattung: Hardcover - Festeinband
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Fußball Graffiti

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Endlich ist das FG-Buch da - das große Buch zum Thema Fußballgraffiti!

von Stefan Langer

  • ISBN: 978-3-00-064389-7
  • Seiten: 656
  • Ausstattung: Hardcover - Festeinband
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37,34 €

Beschreibung

Inhalt

Das Buch Fußballgraffiti entstand aus dem Bedürfnis, die auf diesem Gebiet aktivsten Ultras-Szenen abzubilden und zu Wort kommen zu lassen. Auf das Warum gibt es eine leichte Antwort. Noch nie wurde sich diesem Thema in derartiger Ausführlichkeit gewidmet. Vor Jahren noch belächelt, haben Graffiti mit Fußballbezug vielerorts an Qualität gewonnen, und sind zu einem festen Bezugspunkt von Verein und Stadt geworden. Es ist an der Zeit gewesen, dies ausführlich zu dokumentieren. Die Arbeiten an diesem Projekt begannen 2015 und finden im Jahr 2020 ihren Abschluss. Das Buch geht dabei weit über ein Bildband hinaus, ausführliche Interviews und Writer-Storys geben noch nie dagewesene Einblicke in die verschiedenen Ansichten und Erlebnisse ihrer Protagonisten. Es erhebt damit den Anspruch ein Standardwerk für Fußball-Graffiti zu werden.

Aus folgenden Szenen wurde das Buchprojekt aktiv unterstützt: FC Hansa Rostock, SG Dynamo Dresden, VfB Stuttgart, 1. FC Union Berlin, Borussia Dortmund, 1. FC Köln, BSG Chemie Leipzig, 1. FC Magdeburg, FC Schalke 04, FC Sankt Pauli, FSV Zwickau, Eintracht Braunschweig, FC Carl-Zeiss Jena, VfL Osnabrück, FC Bayern München, FC Rot-Weiß Erfurt, FC Rot Weiss Essen uvm.

Rezension von 11FREUNDE

Selten wurde in der Geschichte unserer Rubrik „Probetraining“ ein so schweres Buch besprochen. „Fußball-Graffiti“ ist 660 Seiten dick und wiegt drei Kilogramm, also in etwa ein Siebenundfünfzigstel von Reiner Calmund in seiner Hochphase. Glückwunsch dazu. Aber zum Wesentlichen: In „Fußball-Graffiti“ sehen wir, potzblitz, Fußball-Graffiti. Simples Bombing und Tags, filigrane Characters und Wildstyles, Wände, Stromkästen, Züge, es ist alles dabei. In flankierenden Interviews erklären Writer verschiedener Ultraszenen, wer wann wen gecrosst hat, wo die eigenen Reviere verlaufen oder welche Farben besonders knallen. Viel Mackergehabe und oft redundant. Aber zwischendrin findet man auch spannende Lebensgeschichten wie die jenes Writers aus St. Pauli, der seit Jahrzehnten malt. Der verurteilt wurde, pleite war, in Obdachlosigkeit lebte – und immer noch aktiv ist. „Ein Wunder, dass ich nicht tot bin“, sagt er. Interessant sind auch die Anekdoten über die Entstehungsgeschichten einiger Graffiti. Auf einem Foto sieht man etwa eine S-Bahn mit einem „Hore“-Schriftzug durch Köln fahren. Das Graffiti entstand unter argem Zeitdruck, und als der Writer der „Wilden Horde“ am Bahnhof stand, um Fotos zu machen, wäre er „am liebsten im Boden versunken“. Eine andere Geschichte spielt an einer Braunschweiger Autobahn, wo Ultras ein menschliches Skelett im Anzug fanden. Über Umwege informierten sie die Polizei über ihren Leichenfund. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen seit zwei Jahren vermissten Rentner handelte. Dass die sonst so verschlossenen Ultras in diesem Buch so offen erzählen, ist auch ein Verdienst des Herausgebers Stefan Langer. Der Leipziger betreibt seit vielen Jahren den Verlag „Erlebnis Fussball“ und ist bestens in den Fanszenen vernetzt. An irgendeiner Stelle hätte man sich noch ein einordnendes Essay gewünscht, vielleicht auch eine Reportage, unterwegs, on the run, entlang derer die Historie und Bedeutung von Fußballgraffiti herausgearbeitet wird. Trotzdem: Das Buch ist eine beeindruckende Pionierarbeit, ein Standardwerk, denn bislang hat man in Deutschland nichts Vergleichbares gesehen.

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